Narkolepsie ist zwar eine seltene Krankheit, dennoch gibt es verschiedene Therapieansätze für die Erkrankung. In Vergleich zu anderen Erkrankungen ist die Anzahl der zugelassenen Medikamente aber eher klein.
Aktuell können Sie aber dennoch auf diverse Arzneimittel zurückgreifen.
Wichtig: Nehmen Sie keine Medikamente ohne die Absprache mit Ihrem Arzt ein. Es kann zu diversen Nebenwirkungen und sogar lebensbedrohlichen Situationen führen.
Die bekanntesten Wirkstoffe vorgestellt

Um die exzessive Tagesschläfrigkeit zu bekämpfen, werden in Deutschland zwei Wirkstoffe besonders häufig verschrieben: Methylphenidat und Modafinil.
Es handelt sich um Stimulanzien, die auf das Rückenmark und Gehirn wirken. Das bedeutet, die Wirkstoffe sorgen dafür, dass Ihr Nervensystem dauerhaft stimuliert wird, wodurch Sie wach bleiben.
Gerade Modafinil ist sehr beliebt, denn es bietet gute Ergebnisse und die Nebenwirkungen sind begrenzt. Beispielsweise kann es zu Unruhe, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen kommen.
Seit 2007 ist Natriumoxybat für die Therapie bei Tagesschläfrigkeit zugelassen. Jedoch wird der Wirkstoff nicht allen Patienten verschrieben, sondern nur, wenn auch eine Kataplexie oder Kataplexie mit einem unterbrochenen Nachtschlaf vorliegen. Jetzt darf Natriumoxybat eingenommen werden. Gegen Kataplexie sind aber alle Medikamente wirksam, welche den REM-Schlaf unterdrücken.
Das bedeutet, auch Antidepressiva haben dieselbe Wirkung. Kämpfen Sie hingegen mit einem gestörten Nachtschlaf, können Sie auch zu Schlafmitteln greifen, wie Hypnotika. Bekannte Vertreter sind Benzodiazepin-Derivate beziehungsweise Benzodiazepine.
Anders als Modafinil verhindern jene nicht das Schlafen, sondern sie leiten den Schlafvorgang ein. Jedoch dürfen Sie die Medikamente nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen.
Worauf zielt die Therapie ab?
Zwar gibt es bereits einige Medikamente gegen Narkolepsie, dennoch ist die Forschung in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen.
Es werden neue Therapien entwickelt, welche sich wiederum auf mehrere Ansätze konzentrieren. Angefangen damit, dass eine Veränderung der Aktivierung des Immunsystems stattfinden soll, die sogenannte Immunmodulation.
Ebenfalls sollen die zukünftigen Medikamente in das Hypocretin-/Orexin-System eingreifen.
Auch die Entwicklung neuer Antidepressiva sowie Stimulanzien steht auf dem Plan. Abschließend sollen Stimulanzien entwickelt werden, welche sich auf die Histaminregulation des Gehirns auswirken.
Das bedeutet, leiden Sie unter der Krankheit, müssen Sie noch etwas Geduld haben, bis bessere Mittel auf den Markt kommen. Doch auch die heutigen Wirkstoffe, wie Modafinil, sind ein guter erster Ansatz bei der Bekämpfung der Erkrankung.





